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Institute for Carmelite Studies

 

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Rom

 

 

Edith-Stein-Kirche in Rom
Projekt: Ein Taufstein als Zeichen unserer Solidarität
 
pfeil Vorstellung des Projekts auf der Mitgliederversammlung der ESGD am 27. April 2002
pfeil Infobrief 2002
pfeil Infobrief 2003 (PDF)
pfeil Infobrief 2004 (PDF)
pfeil Infobrief 2005: Seite 1, Seite 2, Seite 3, Seite 4
pfeil Einladung zur Grundsteinlegung am 28. Mai 2006: Seite 1, Seite 2
pfeil Infobrief 2006
pfeil Rundbrief November 2007 (PDF)
pfeil 17.12.08: Papst Benedikt XVI. lobt die Initiative zur Finanzierung pfeil Meldung bei Radio Vatikan: gedruckte Fassung, Audiodatei
pfeil Presseartikel und Bilder zur Besichtigung der Kirche kurz vor der Fertigstellung
pfeil Bericht über die Einweihung der Edith-Stein-Kirche in Rom am 22.03.2009 pfeil Meldung bei Radio Vatikan
 
 
Edith-Stein-Kirche in Rom steht kurz vor der Fertigstellung
Papst Benedikt XVI dankt für das finanzielle Engagement
 

2001 besuchte eine große Gruppe der Kolpingfamilie die Pfarrei St. Edith Stein in Rom und legte den finanziellen Grundstuck zur Finanzierung des dortigen Taufsteins. Jetzt, gut sieben Jahre danach besichtigten 30 Personen aus Schifferstadt und Frankenthal unter Leitung von Pfarrer Joachim Feldes die Kirche kurz vor ihrer Fertigstellung.

13. - 17.12.2008

Am Samstagnachmittag vor dem 4. Advent flog die Reisegruppe nach Rom und nutzte noch den Abend zum Spaziergang auf dem illuminierten Petersplatz. Der Sonntag morgen führte dann in die Edith-Stein-Gemeinde, wo die Gruppe an einem beeindruckenden Familiengottesdienst teilnahm, den Don Stefano Ranfi zelebrierte. Er leitet die Pfarrei mit großem Engagement und Hingabe seit ihrer Gründung am 11. Oktober 1998, dem Tag der Heiligsprechung Edith Steins, und ist seit 2000 mit Feldes befreundet. Deshalb bat er seinen Freund um ein kleines Grußwort zu Beginn der Messe, in dem dieser ein wenig davon erzählte, wie Edith Stein die beiden Freunde und darüber hinaus viele andere in Deutschland und Italien schon seit Jahren miteinander verbindet.
Zum Ende des Gottesdienstes sangen die Deutschen als Gastgeschenk die erste Strophe von „Tauet, Himmel, den Gerechten“ und wurden mit einem sehr herzlichen Applaus bedacht. Nach dem Mittagessen vor Ort besuchte die Gruppe den Petersdom und hatte sogar Gelegenheit, die Vesper in der Apsis der Basilika mitzufeiern.
Das regnerische Wetter am Montag erlaubte der Gruppe, ohne jedes Schlangenstehen in die Vatikanischen Museen zu gelangen, bevor es gegen Mittag auf die Kuppel des Petersdoms ging. Mit der Metro fuhr man weiter zu der Spanischen Treppe und schlenderte dann zum Trevi-Brunnen, Pantheon und Piazza Navona, wobei sich - auch dank des Regens – immer wieder Unterbrechungen für Kaffee und Shopping ergaben.
Der Dienstag morgen führte die Gruppe am Mund der Wahrheit, dem Circus Maximus und dem Forum Romanum vorbei auf die älteste Römerstraße, die Via Appia. Dort steht auch die kleine Kirche „Quo vadis?“. Nach der Legende trat an dieser Stelle Jesus Christus dem Apostel Petrus entgegen, als dieser während der Christenverfolgung unter Kaiser Nero aus der Stadt fliehen wollte. Ein paar Schritte weiter finden sich eine Reihe von Katakomben, von denen die Gruppe die des hl. Callixtus besichtigte.

Ausreichend Zeit war danach für eine Führung durch die Edith-Stein-Kirche, die kurz vor ihrer Fertigstellung steht. Die Fenster, von denen die meisten bereits eingebaut sind, begeistern durch ihre thematische und farbliche Gestaltung. Ein Teil greift die Thematik der Eucharistie, der Taufe und des Martyriums auf, während drei besonders gestaltete Edith Stein, Katharina von Siena und Birgitta von Schweden zeigen, die Papst Johannes Paul II. 1999 zu Mitpatroninnen Europas erhob.
Die Wände sind verputzt, der Boden – bis auf den Altarbereich – verlegt und der Ambo bereits vor Ort. Seine Gestaltung macht schon Vorfreude auf die weiteren sakralen Gegenstände, die vom selben Künstler entworfen wurden und in den kommenden Monaten von Verona nach Rom geliefert werden. Durch die zahlreichen Spenden der vergangenen Jahre ist es möglich, dass nicht nur die Kosten des Taufsteins übernommen werden, sondern auch der Osterleuchter von der Initiative bezahlt wird, die 2000 von Feldes und Ranfi angestoßen wurde.
Ähnlich weit wie die Kirche sind Pfarrhaus und Pfarrheim, die direkt neben der Kirche errichtet werden. Insgesamt entsteht so ein großer Komplex, der religiös und sozial für den Stadtteil sicher ein Segen werden kann. Sehr angetan von dem, was die Gruppe hatte sehen und erfahren können, fuhr sie nach dem Essen zurück in die Innenstadt. Nach der Besichtigung der heiligen Treppe, Lateranbasilika, der Kirche S. Clemente sowie des Kolossesums ging der Tag in sehr heiterer Stimmung zu Ende.

Schluss- und Höhepunkt der Reise war die Teilnahme an der Generalaudienz des Papstes in der Audienzhalle des Vatikans, die seit kurzem eine große Solaranlage trägt. Viele in der Gruppe erlebten an diesem Mittwoch den Papst zum ersten Mal „live“ und waren entsprechend aufgeregt. Aber was dann tatsächlich geschah, war selbst für Pfarrer Feldes und andere Rom-Erprobte atemberaubend:
Wie gewohnt hielt Papst Benedikt XVI. Eine sehr ansprechende Katechese auf italienischer Sprache, bevor er in mehreren Sprachen kurze Zusammenfassungen seiner Ausführungen gab. Ihm wurden unter anderem mehrere Pilgergruppen aus Deutschland vorgestellt, aber nur auf eine von ihnen ging er selbst ein und sagte: „Ich grüße besonders die Gläubigen aus dem Bistum Speyer, die mithelfen, dass hier in Rom eine Kirche der heiligen Edith Stein entsteht. Herzlichen Dank!“
Mit allem hatten wir gerechnet, aber dass der Papst uns auf diese besondere Weise begrüßen würde, nicht. Es war für uns eine absolute Überraschung, dass der Papst mit seiner Äußerung die Initiative von Stefano Ranfi und Joachim Feldes derart herausstellte und lobte. Gerade, weil die vergangenen Jahre von Bau und Finanzierung nicht immer reibungslos verlaufen waren, vermittelte der Dank des Papstes ein riesiges Glücksgefühl. Wie auf Wolken schwebten wir nach dem Segen des Papstes aus der Halle.

Per Bus ging es am Nachmittag zurück zum Flughafen, bevor die Gruppe die Heimreise antrat und abends sicher in Frankenthal und Schifferstadt ankamen. Arrivederci, Roma! Wir sehen uns spätestens zur Einweihung der Kirche wieder...

Pfr. Joachim Feldes